Aktuell

What you see is what you get

Kunst seit den 1960er Jahren aus der Sammlung Moderne

17. Mai – 16. Oktober 2016

 

Die Künstler der 1960er Jahre suchten Wege, um sich vom Illusionären der Kunst zu befreien. Sie richteten ihre Aufmerksamkeit auf das, was faktisch da ist und gesehen werden kann. Frank Stellas Credo: »What you see is what you see« (1964) macht diese Haltung deutlich.

Die aktuelle Sammlungspräsentation der Sammlung Moderne zeigt Werke, die Betrachter für die damit ermöglichten Wahrnehmungsprozesse sensibilisieren. James Turrell schärft mit seinen ›perceptual works‹ den Blick für feine Grau- und Schwarztöne, Robert Mangold spielt mit der Wirkung von Farben und feinen, die Farbflächen durchkreuzenden Linien. Alf Lechners Aquatinta-Arbeiten zeigen Konstellationen sich überlagender geometrischer Flächen und Imi Knoebel arbeitet mit den so genannten Nichtfarben Schwarz und Weiß, die potentiell alle Farben enthalten. Donald Judds ›Spezifisches Objekt‹ präsentiert sich als »tatsächlicher Raum« (Judd). Und mit seinen monochromen grauen Bildern und einer Fotoarbeit aus den 1970er Jahren thematisiert auch der Maler Gerhard Richter im Medium der Malerei und der Fotografie, dass seine Bilder reflektieren, was sie sind: sichtbare, gemalte Flächen.
Im Umfeld von Arbeiten von Jan Schoonhoven und Adolf Luther, die mit dem wirklichen Licht im Raum spielen, einem Wasserkasten von Hans Haacke, Bandeisen-Skulpturen von Ulrich Rückriem und Werken der Zero-Gruppe (Günther Uecker, Otto Piene und Hans Mack) wird ein besonderer Schwerpunkt der Modernesammlung anschaulich. Die ausgestellten Werke zielen auf besondere Wahrnehmungserfahrungen: What you see is what you get!

Tipp zur Ausstellung: Öffentliche Führungen finden Sie hier... mehr

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Robert Mangold, A Book of Silk Screen Prints (Ausschnitt), 1973-76, Kunstsammlungen der RUB. Sammlung Moderne

Ausstellung

Gestische Abstraktion
Hans-Jürgen Schlieker in _ und die Sammlung Moderne


29. Oktober 2015 – 24. April 2016

 

Eine großzügige Schenkung von Claudia Schlieker-Buckup zur Erweiterung der Kunstsammlungen der RUB ist Anlass für eine Ausstellung mit Werken des informellen Malers Hans-Jürgen Schliekers.
Er hat den Bereich Bildende Kunst im Musischen Zentrum der Ruhr-Universität aufgebaut und über zwei Jahrzehnte geprägt.
Die Ausstellung zeigt gestisch-abstrakte Gemälde des Malers im Kontext der Sammlung Moderne. Das Zusammenspiel veranschaulicht, welche Bedeutung die informelle, gestisch-abstrakte Kunst für die Entwicklung einer wieder an die Moderne anschließenden Bildsprache in Deutschland nach 1945 gehabt hat und wie sie den Kunst-Diskurs in den Jahren danach geprägt hat.

 

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Hans-Jürgen Schlieker, Juni 83/3, 1983