Ausstellung

+++ COLLECTED +++ PROTECTED +++ EXPERIENCED +++ INTERPRETED +++ STUDIED +++ CLASSIFIED +++ POLITICIZED +++ EXHIBITED +++


DIE SAMMLUNG MODERNER UND ZEITGENÖSSISCHER KUNST DER KUNSTSAMMLUNGEN DER RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM


+++ ON DISPLAY +++ 2015 

30. April bis 30. August 2015 im Campusmuseum und
30. April bis 23. August 2015 im Kubus von Situation Kunst  

 

50 Jahre nach Gründung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und 40 Jahre nach Eröffnung der Kunstsammlungen im Gebäude der Universitätsbibliothek ermöglicht die Ausstellung
„DIE SAMMLUNG MODERNER UND ZEITGENÖSSISCHER KUNST DER KUNSTSAMMLUNGEN
DER RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM +++ ON DISPLAY +++“ einen umfassenden Einblick in die seit den 1970er-Jahren kontinuierlich erweiterte universitäre Kunstsammlung. Sie wird erstmals an zwei Orten gleichzeitig präsentiert: im Campusmuseum und im Kubus der Situation Kunst.

Die Ausstellung im Campusmuseum richtet den Blick auf die Anfänge: auf die  Gründungsschenkung des Kunstkritikers Albert Schulze Vellinghausen sowie auf Objekte und Skulpturen, die Mitte der 1970er-Jahre dank einer großzügigen  Förderung Paul Dierichs erworben werden konnten.
Ein Rundgang veranschaulicht mit Arbeiten u.a. von Josef Albers, Karel Appel, Arnulf Rainer, Emil Schumacher, Sam Francis, Cy Twombly, Hans Haacke, Joseph Beuys, Frank Stella und Richard Serra
Entwicklungstendenzen der europäischen und US-amerikanischen Kunst von 1945 bis in die 1970er-Jahre.

Im Kubus der Situation Kunst, in direkter Nachbarschaft zur Dauerausstellung, die als Fortschreibung der Kunstsammlungen auf dem Campus der RUB fungiert, werden weitere Sammlungsschwerpunkte sichtbar: Fotografien der Düsseldorfer Schule sowie Arbeiten von Robert Mangold, Donald Judd, James Turrell, Bruce Nauman, Gerhard Richter, Imi Knoebel, Georg Baselitz u.a. zeigen, mit welchen Akzentsetzungen die Sammlung seit den 1980er-Jahren fortgeschrieben und erweitert worden ist.

 

rainer_giacometti_web.jpg links: Arnulf Rainer, o.T., 1958, Sammlung Albert Schulze Vellinghausen (c) Arnulf Rainer
rechts: Alberto Giacometti, Diego, um 1950 (Guss: 1959), Stiftung Paul Dierichs (c) Succession Alberto Giacometti (Fondation Alberto et Annette Giacometti, Paris + ADAGP, Paris)


                                                   

ERÖFFNUNG
Donnerstag, 30. April 2015, um 18 Uhr im Campusmuseum

Einen informativen Einblick in die „Sammlung Moderne“ der Kunstsammlungen der RUB ermöglicht der Sammlungsband „Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum. Campusmuseum. Sammlung Moderne“, hg. von Friederike Wappler und Richard Hoppe-Sailer, Düsseldorf: Richter Verlag 2008.

 

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Andreas Gursky, Ruhr-Universität Bochum, 1988 (c) Andreas Gursky/VG Bild-Kunst, Bonn

Eine Ausstellung der Kunstsammlungen der RUB. Campusmuseum. Sammlung Moderne & Situation Kunst.

Ausstellungsvorschau

Serielle Strukturen, serielle Verfahren

5. September 2015 bis 10. Januar 2016
im Kubus von Situation Kunst

Eine Ausstellung der Stiftung Situation Kunst.


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François Morellet, 2 trames de tirets parallèlles jaune-jaune orange, 1970, Seriegrafie auf Holz, 80 x 80 cm

 

Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Ruhr-Universität Bochum richtet die Ausstellung den Blick auf eine Entwicklungslinie in der neueren Kunst, die in den 1960er Jahren – der Entstehungszeit der RUB – eine wesentliche Zuspitzung erfuhr. In immer neuen Ausprägungen und mit erstaunlicher Vielfalt ist sie bis heute relevant geblieben: Es geht um serielle Strukturen, die für die Kunst der damaligen Zeit ein wesentliches Thema waren. Serielle Strukturen bestimmten aber auch allgemein gesellschaftliche Diskurse; nicht zuletzt schlugen sie sich in der räumlichen Organisation, zum Beispiel auch in der Architektur der Ruhr-Universität, nieder.
In der Kunst der klassischen Moderne von Monet bis Jawlensky entwickelte sich die Arbeit in Bilderserien zu einem bestimmten Motiv zu einem verbreiteten Vorgehen. In der Kunst nach 1945 richtete sich das Interesse dann zunächst stärker auf serielle Strukturen im Bild selbst. Serielle Strukturen als Reihungen oder Raster von (annähernd) gleichen Elementen lassen sich als kritische Gegenmodelle zu hierarchischen Organisationsformen (etwa der traditionellen Komposition) verstehen.Dabei verbinden sich formale Fragen oft auch mit einem gesellschaftspolitischen Anspruch: Serialität und All-Over stehen für den tendenziell grenzüberschreitenden Ausgleich zwischen Einzelnem und Allgemeinem, wobei jedes einzelne Element gleichrangig erscheint.
Die Ausstellung beleuchtet das vielschichtige Potenzial der Serialität in der Präsentation und Konstellation exemplarischer künstlerischer Formulierungen. Gezeigt werden Werke von u. a. Josef Albers, Arman, Bernd und Hilla Becher, Hanne Darboven, Abbas Kiarostami, Adolf Luther, François Morellet, Katinka Pilscheur, Klaus Rinke, Jan J. Schoonhoven, Richard Serra, Leon Polk Smith, Günther Uecker und Andy Warhol.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit übergreifenden thematischen Texte sowie kürzeren Beiträgen zu einzelnen Künstlern und Werken. Unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr. Annette Urban bietet das Kunstgeschichtliche Institut der Ruhr-Universität Lehrveranstaltungen zum Thema an, in deren Rahmen u.a. auch studentische Katalogbeiträge erarbeitet werden.