ÖFFENTLICHE WERKVERÄNDERUNG DURCH FRANZ ERHARD WALTHER

DONNERSTAG, 20. JUNI 2013, UM 18 UHR IM KUBUS VON SITUATION KUNST

 

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Franz Erhard Walther (rechts) und Thorsten Schneider (links) in der Installation der Probenähungen, 2013 im Kubus von Situation Kunst, Foto: Thorsten Koch, (c) Franz Erhard Walther / VG Bild-Kunst, Bonn 2013.

 

Die Ausstellung Franz Erhard Walther - Perpetuum mobile: Lager · Sockel · Handlung der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum im Kubus von Situation Kunst (noch bis 1. September 2013) zeigt mit Installationen und Zeichnungen des Künstlers beispielhaft, dass Franz Erhard Walther seine Kunst als einen fortwährenden Prozess begreift. Aus Lagerformen werden Objekte in einer Ausstellung, die als Sockel dienen können oder zu Handlungen animieren.
Den transitorischen Charakter seiner Arbeiten macht ein Umbau des Künstlers während der Ausstellungszeit besonders deutlich. Bereits das Material der raumbezogenen Konstellation der Probenähungen zeigt, wie der Künstler den Werkstatus seiner Arbeiten reflektiert. Franz Erhard Walther hat für seine Installation der Probenähungen Formen verwandt, die aus seinen früheren Arbeiten (aus den Jahren 1969 bis 2003) hervorgegangen sind. In einer öffentlichen Aktion am 20. Juni wird er die raumbezogene Installation verändern und in Zusammenarbeit mit Akteuren die dem Material innewohnenden Handlungslatenzen offenlegen und vorführen.

 

Mit Grußworten von
Herrn Gerhard Möller, Kanzler der Ruhr-Universität Bochum,
Herrn Dr. Thomas A. Lange, Vorsitzender des Vorstandes der NATIONAL-BANK AG und
Frau Dr. Friederike Wappler, Wissenschaftliche Leiterin der Kunstsammlungen der RUB/Moderne und Kuratorin der Ausstellung.

 

 Alle Interessierten sind herzlich zur öffentlichen Werkveränderung der Installation der Probenähungen durch Franz Erhard Walther am Donnerstag, 20. Juni 2013, um 18 Uhr im Kubus von Situation Kunst eingeladen. Der Eintritt ist frei.

 

Mit freundlicher Unterstützung
des Fördervereins Situation Kunst - Haus Weitmar e.V.
und der NATIONAL-BANK AG, Essen

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PUBLIC ART RUHR – NEUENTHÜLLUNGEN

20. Juni 2013, 19 Uhr
Isa Genzken und Gerhard Richter, Wandmalerei "Ohne Titel", U-Bahnhof König-Heinrich-Platz, Duisburg


Am 20. Juni startet die neue Veranstaltungsreihe der RuhrKunstMuseen: PUBLIC ART RUHR – NEUENTHÜLLUNGEN. Das Ruhrgebiet verfügt über herausragende Kunstschätze im öffentlichen Raum, die zu wenig beachtet werden. Das soll sich ändern. Daher werden die RuhrKunstMuseen gemeinsam mit ihren Partnern ausgewählte Werke sanieren und neuenthüllen. Hierbei fiel die Wahl der Direktoren der Projektgruppe „Kunst im öffentlichen Raum“ der RuhrKunstMuseen auf die Wandmalerei „ohne Titel“ von Isa Genzken und Gerhard Richter im U-Bahnhof König-Heinrich-Platz, Duisburg sowie auf die Arbeiten „Nashorn-Tempel“ von Johannes Brus in Essen, „La Tortuga“ von Wolf Vostell in Marl, „Schwelle“ von Raimund Kummer in Essen und „Terminal“ von Richard Serra in Bochum.

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Isa Genzken und Gerhard Richter: Ohne Titel, 1988-1992, U-Bahnhof König-Heinrich-Platz, Duisburg, Foto: LehmbruckMuseum, Duisburg

 

Weitere Termine:

14. Juli 2013, 11 Uhr
Wolf Vostell, La Tortuga, Theaterplatz, Essen

19. September 2013, 18 Uhr
Raimund Kummer, Schwelle, Emscher Park, Lohwiese 46, Essen

11. Oktober 2013, 19 Uhr
Richard Serra, Terminal, Hauptbahnhof Bochum

N.N.
Johannes Brus, Nashorn-Tempel, Essen

 

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltungsreihe finden Sie auf der Internetseite der RuhrKunstMuseen.

 

 

 

Franz Erhard Walther
Perpetuum mobile: Lager
· Sockel · Handlung

25. April - 1. September 2013
Eine Ausstellung der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum
- im Kubus von Situation Kunst

 

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Franz Erhard Walther, Schreitsockel und Standstücke, 1975,
Installationsaufnahme im Kubus von Situation Kunst 2013,
Foto: Thorsten Koch, © Franz Erhard Walther / VG Bild-Kunst 2013

 

Franz Erhard Walther gehört zu den international bedeutenden Bildhauern, die mit ihren Arbeiten die Kunst maßgeblich verändert haben. Mit seinen Werksätzen, die aus Betrachtern Teilnehmer machen, gilt er als ein Pionier der Partizipationskunst. Eine Ausstellung der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität präsentiert raumbezogene und grafische Arbeiten. Sie zeigen, dass er die Kunstproduktion und -rezeption als einen permanenten Prozess begreift: aus Lagerformen werden Werke, die als Sockel dienen können oder zu Handlungen animieren.

 Walther studierte Anfang der 1960er Jahre mit Gerhard Richter und Sigmar Polke bei Karl Otto Götz an der Düsseldorfer Kunstakademie. Während sich Richter und Polke an der Pop Art orientierten und Joseph Beuys wichtige Impulse von der Fluxus-Bewegung aufnahm, entwickelte Franz Erhard Walther seine künstlerische Sprache im Umfeld der US-amerikanischen Kunst der 1960er- und 1970er-Jahre.

In der amerikanischen Kunst dieser Zeit ging es darum, den europäischen Werkbegriff zu verabschieden. Künstler wie Richard Serra oder Robert Morris experimentierten ebenso wie die Tänzerinnen und Tänzer des „Neuen amerikanischen Tanzes“ mit einfachen Handlungen. Das Publikum wurde in den Prozess der künstlerischen Aktion einbezogen. Hier setzt Walther sein Werk bestimmende Fragestellung an.

 Viele internationale zeitgenössische Künstler, wie beispielsweise Tino Seghal oder Santiago Sierra, beziehen sich in ihrer Arbeit ausdrücklich auf ihn. Und international renommierte Ausstellungsinstitutionen wie die Dia Art Foundation (2010-12) oder das Museum of Modern Art in New York (2012-13) unterstreichen mit Ausstellungen und Werkvorführungen die Bedeutung seiner Arbeit für die zeitgenössische Kunst.

 Diese Aktualität wird auch in der Ausstellung Franz Erhard Walther - Perpetuum mobile: Lager · Sockel · Handlung deutlich. Ortsspezifische Installationen und Zeichnungen führen zentrale Aspekte der Arbeit von Franz Erhard Walther vor Augen und machen den transitorischen Status von Gegenständen in seinem Werk deutlich. Je nach Einbindung und Gebrauch verwandeln sie sich von Lagerformen zu Werkformen und zu Objekten, die zu Handlungen einladen und als Sockel für Akteure fungieren. So dienen Werkstücke aus den Jahren 1969 bis 2003 als Elemente für eine neue ortsbezogene Installation. Walthers Schreit- und Standstücke ermöglichen neue Raum- und Werkerfahrungen: Die Besucher werden eingeladen, sich auf ihnen zu bewegen und so die Objekte, den Raum und auch die Beziehung zueinander sowie zu anderen Akteuren neu zu erfahren. Korrespondierend dazu veranschaulichen Zeichnungen den prozessualen Charakter von Walthers handlungsbezogener künstlerischer Arbeit. 

 

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Franz Erhard Walther, Probenähungen, 1969-2003,
Installationsaufnahme im Kubus von Situation Kunst 2013,
Foto: Thorsten Koch, © Franz Erhard Walther / VG Bild-Kunst 2013

 

Kuratorische Leitung: Dr. Friederike Wappler
Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler erarbeitet. Studierende der Kunstgeschichte wurden und werden in der Masterphase ihres Studiums in den Prozess der Ausstellungsrealisation und in deren Vermittlung einbezogen.

 

 

ERÖFFNUNG:
Do., 25. April 2013, um 18 Uhr


es sprechen:
Prof. Dr. h.c. Elmar Weiler - Rektor der Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Valeska von Rosen - Geschäftsführende Leiterin des Kunstgeschichtliches Institutes der RUB
Franz Erhard Walther im Gespräch mit Dr. Friederike Wappler - wiss. Leiterin der Kunstsammlungen der RUB/Moderne

Mit freundlicher Unterstützung
des Fördervereins Situation Kunst - Haus Weitmar e.V.
und der NATIONAL-BANK A.G., Essen

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BEGLEITPROGRAMM:

Do., 20. Juni 2013, 18 Uhr
öffentliche Werkveränderung mit Franz Erhard Walther

 

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Franz Erhard Walther in der Installation seiner Probenähungen, 1960-2003,
im Kubus von Situation Kunst 2013,
Foto: Thorsten Koch, © Franz Erhard Walther / VG Bild-Kunst 2013

 

Öffentliche Führungen:
Sonntag, 28. April 2013, 16 Uhr
Sonntag, 26. Mai 2013, 16 Uhr
Sonntag, 9. Juni 2013, 16 Uhr
Sonntag, 23. Juni 2013, 16 Uhr
Sonntag, 14. Juli 2013, 16 Uhr
Sonntag, 28. Juli 2013, 16 Uhr
Sonntag, 11. August 2013, 16 Uhr
Sonntag, 25. August 2013, 16 Uhr
Sonntag, 1. September 2013, 16 Uhr

Diese öffentlichen Führungen werden von Studierenden des Kunstgeschichtlichen Instituts der RUB durchgeführt. Die Führungsgebühr beträgt 3,- €/Person, zzgl. Ausstellungseintritt. Dauer ca. 1 Stunde, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

KATALOG:
Zur Ausstellung erscheint nachträglich ein Katalog, der die Ausstellung und die Werkveränderungen dokumentiert.

 

 

RUHR SELECTION

Der Kunstreiseführer für die Metropole Ruhr


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Die RUHR SELECTION ist Ihr Kunstreiseführer durch die Metropole Ruhr – mit Empfehlungen der RuhrKunstMuseen zu allem, was Sie für Ihren perfekten Aufenthalt benötigen: Essen und Übernachten, Sehenswürdigkeiten und Abendgestaltung.

Die RUHR SELECTION ist ab sofort erhältlich.

Bestellung über die Internetseite der RuhrKunstMuseen.

 

 

Skulptur "O.I.C." von Richard Serra in der Sylvesterkapelle im Park von Haus Weitmar installiert

 

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Seit dem 12.11.2012 ist in der gerade frisch restaurierten Ruine der Sylvesterkapelle im Parkgelände von Haus Weitmar die Skulptur „O. I. C.“ des weltberühmten Bildhauers Richard Serra installiert. Es handelt sich um zwei gleich große quaderförmige Blöcke aus massivem Stahl (je 80 x 96 x 112 cm), die in den 1990er Jahren in der Henrichshütte in Hattingen geschmiedet wurden; jeder Block wiegt knapp sieben Tonnen. Die Skulptur wird als Dauerleihgabe aus Privatbesitz an die Stiftung Situation Kunst übergeben. Im Parkgelände befinden sich bereits seit vielen Jahren Skulpturen von so bedeutenden und international anerkannten Künstlern wie Lee Ufan, François Morellet, David Rabinowitch, Erich Reusch, Ulrich Rückriem und Giuseppe Spagnulo.

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NEUE PUBLIKATION DER RUHR KUNST MUSEEN

Public Art Ruhr
Die Metropole Ruhr und die Kunst im öffentlichen Raum

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Der öffentliche Raum der Metropole Ruhr ist reich an Schätzen, die oftmals nahezu unbemerkt bleiben. Dieses Buch ist der Kunstlandschaft des Ruhrgebietes gewidmet und stellt 100 Kunstwerke vor, die das Gesicht der Region in besonderem Maß prägen. Arbeiten bedeutender Künstler werden mit großformatigen Abbildungen und erläuternden Texten präsentiert und auf diese Weise wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Mit beeindruckenden Kunstwerken aus Gelsenkirchen, Mühlheim an der Ruhr, Dortmund, Bochum, Marl, Herne, Recklinghausen, Hamm, Bergkamen, Duisburg, Essen, Oberhausen, Bottrop, Witten, Kamen, Unna und Hagen.

Hg. Walter Smerling und Ferdinand Ullrich i. A. der RuhrKunstMuseen
232 Seiten mit 102 farbigen Abb., 24 x 29 cm, Gebunden
Wienand Verlag, Köln
Preis: EUR 29,80 (SFr 38,90)
ISBN 978-3-86832-134-0 

Die Ruhr-Universität Bochum ist mit folgenden Werken aus dem Bestand der Kunst am Bau in der Publiktion vertreten:
Mischa Kuball, KUNSTSAMMLUNGENDERRUHRUNIVERSITÄTBOCHUM, 2003
Victor Vasarely, Grand Vitrail Cinetic, 1971
Ferdinand Kriwet, o.T., 1971
Lawrence Weiner, & so weiter..., 2010

Weiterhin können Sie Texte zu folgenden Werken aus dem Schlosspark Weitmar lesen:
David Rabinowitch, Metrical (Romanesque) Construction in 5 Masses and 2 Scales VIII, 1979/80
Erich Reusch, Plastik Frankfurt, 1978
Lee Ufan, Relatum with Four Stones and Four Irons, 1977

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Verlages.

 

 

KUNSTSAMMLUNGEN DER RUB JETZT BEI FACEBOOK

 

Die Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum/Sammlung Moderne hat ein eigenes Facebookprofil eingerichtet. Dort erhalten Sie aktuelle Informationen zu Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen im Campusmuseum und in Sitauation Kunst (für Max Imdahl). In der Rubrik "Kunstwerk des Monats" stellen wir Ihnen jeden Monat kurz ein neues Werk aus der Sammlung vor.

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Die Stiftung Situation Kunst hat ebenfalls ein eigenes Facebook-Prifil eingerichtet. Den Link zu diesem Profil finden Sie hier.