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verlängert bis 6. April 2015
Campusmuseum

Die Ausstellung "Barbara Grosse // Katharina Grosse //" wird in veränderter Hängung bis zum 6. April 2015 im Campusmuseum gezeigt.

 

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Barbara Grosse, 2012 A 03, KN PVC, 129 x 205 cm auf 140,5 x 219 cm 638 g Waterford © Barbara Grosse/VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 

Beide Künstlerinnen, Barbara und Katharina Grosse, arbeiten prozessual. Sie befragen Möglichkeiten und Bedingungen von Druckgrafik und Malerei und experimentieren mit grafischen bzw. malerischen Verfahrensweisen. Die eine bewegt sich in der Fläche, die andere auch im Raum.
Barbara Grosses (*1938 in Stuttgart) Medium ist die Grafik. Sie bearbeitet PVC- oder Zink-Platten; in ihren Drucken erscheinen schwarze Linien und Formverläufe auf weißem Grund. Sie lässt sich auf Zufälle ein, die sich beim Zeichnen und Radieren ereignen. Gestische Spuren, Kratzer oder sogar Korrosionen verändern ihre Druckplatten und setzen bewusst gesetzte Linien mit der Widerständigkeit des Materials in Beziehung. Der zeichnerische und grafische Prozess wird so visuell nachvollziehbar und sichtbar.
Katharina Grosse (*1961 in Freiburg im Breisgau) experimentiert in ihren Arbeiten mit den Möglichkeiten der Malerei. Sie konterkariert traditionelle Auffassungen des Mediums, das Zusammenspiel von Figur und Grund, und lässt sich mit unterschiedlichen Formen des Farbauftrages auf die Realität und die Dynamiken malerischer Prozesse ein. Dabei kommen unterschiedliche Farbträger zum Einsatz: Die Malerin sprayt beispielsweise vielfarbige, leuchtende Acrylfarben auf Bildflächen sowie auf Böden, Wände und Decken und verwandelt so auch Architektur in Malerei.
Die Ausstellung im Campusmuseum der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum setzt Werke der beiden Künstlerinnen in Beziehung.

 

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Katharina Grosse, o. T., 2013, Acryl auf Papier, 120 x 88,5 cm, Foto: Olaf Bergmann © Katharina Grosse/ VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 

Zur Eröffnung am Mittwoch, 15. Oktober 2014, um 19 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Begrüßung und Einführung:
Prof. Dr. Wilhelm Löwenstein, Prorektor der Ruhr-Universität Bochum
Dr. Friederike Wappler, Wissenschaftliche Leiterin, Kunstsammlungen der RUB. Sammlung Moderne

Die Künstlerinnen sind anwesend.

 

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VERLÄNGERT BIS ZUM 5. OKTOBER 2014 (nur an der RUB)


Eröffnung der Ausstellung an drei Ausstellungsorten am 22. Juni 2014
11.00 Uhr - Kunstmuseum Mülheim a. d. Ruhr
13.30 Uhr - Kunstsammlungen der RUB. Campusmuseum
16.00 Uhr - Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

Sie und Ihre Freunde sind herzlich zur Ausstellungseröffnung eingeladen.
Hier können Sie die Einladungskarte herunterladen.

 

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Molestina Architekten GmbH, Köln/Madrid: Computeranimation des Entwurfes der Neuordnung der Zentralachse der RUB, Empfohlene Arbeit nach Überarbeitung (c) Molestina Architekten GmbH 2009

 

Zur Ausstellung:
Das Ausstellungsprojekt richtet einen aktuellen künstlerischen Blick auf die gebauten urbanen Zukunftsvisionen der 1960er- und 1970er-Jahre im Ruhrgebiet. Die wirtschaftlich-technologische, soziale und ästhetische Aufbruchstimmung vor allem der 1960er und frühen 1970er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland ist bis heute in den Städten des Ruhrgebiets deutlich ablesbar. Die Ruhr-Universität Bochum, das Rathaus in Marl und das City-Forum in Mülheim a. d. Ruhr verkörpern exemplarisch die zeittypische modernistisch-futuristische Grundhaltung dieser Zeit. Wie lebt sich heute mit den gestrigen Utopien der Architektur, die mittlerweile Teil der jüngsten Baugeschichte des Ruhrgebiets geworden sind? Und wie blicken Künstlerinnen und Künstler auf die gebauten Zukunftsvisionen der 1960er und 1970er Jahre, die Modernität und Wandel in der Bundesrepublik verkörpern sollten? Das Ausstellungsprojekt, eine Kooperation der Urbanen Künste Ruhr und dem Netzwerk der Ruhr Kunst Museen, macht das Stadtzentrum in Marl, die Ruhr-Universität Bochum und das Forum City in Mülheim a. d. Ruhr zum Gegenstand dieser Fragen. Temporäre Kunstwerke im öffentlichen Raum von Martin Kaltwasser, Konsortium (Lars Breuer, Sebastian Freytag und Guido Münch), Michaela Mélian, Denise Ritter, Corinna Schnitt und Nico Joana Weber reflektieren die Architekturutopien. Und Ausstellungen in den drei beteiligten Ruhr Kunst Museen vertiefen das Thema kunsthistorisch.

Weitere Informtionen zu den einzelnen Kunstwerken sowie Lagepläne der drei Ausstellungsorte finden Sie im Booklet zur Ausstellung. Download der PDF hier.

 

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Nico Joana Weber: Markasit, 2014, Videoinstallation, Szenenfoto (c) Nico Joana Weber 2014,
Ort: GA 02, RUB; Öffnungszeiten: Mo.-Di. 8-20 Uhr, Sa., 8-15 Uhr, So., 11-17 Uhr

 

Zur Begleitausstellung im Campusmuseum der Kunstsammlungen der RUB:
Die Architektur der Ruhr-Universität Bochum und die Kunstsammlungen der RUB veranschaulichen modellhaft den gesellschaftlichen Aufbruch der BRD in den 1960er- und 1970er-Jahren. Die Ausstellung im Campusmuseum reflektiert die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der damit verbundenen modernistischen Visionen. Andreas Gursky, Thomas Struth, Thomas Ruff und Axel Hütte thematisieren im Medium der Fotografie den Campus der Universität und die Wirklichkeit von Städten. Lars Breuer, Frauke Dannert, Sebastian Freytag und Guido Münch verweisen auf Zeichensysteme der Vergangenheit und fragen in kritischer Wiederaufnahme nach deren Aktualität. Und die Künstlerin und Architektin Apolonija Šusteršič stellt Konzeptideen für ein geplantes partizipatorisches Projekt für den Campus der Ruhr-Universität Bochum aus. Mit einem Architekturmodell aus dem Jahr 1978 sowie Modellen eines 2009 realisierten Architektur-Wettbewerbs zum Umbau der Bochumer Universität wird darüber hinaus die architektonische Vergangenheit und die Zukunft der ersten Campusuniversität in Deutschland sichtbar.

 

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Konsortium: Doom Void Hope, 2014, Wandinstallationen (c) Konsortium 2014, Orte: Campus der RUB, hier nähe Audimax und Mensa

 

Begleitprogramm:
Performance „Zeichen setzen“ von Corinna Schnitt:
14. Juni 2014, 11.00 Uhr - Forum City Mülheim a. d. Ruhr
22. Juni 2014, 16.00 Uhr - Skulpturenmuseum Glaskasten Marl
17. Juli 2014, 18.00 Uhr - Campusmuseum der Kunstsammlungen der RUB

Künstlergespräche:
17. Juli 2014, 18.30 Uhr - Apolonija Šušteršič, „LIVING UTOPIA“, im Campusmuseum der Kunstsammlungen der RUB
24. August 2014, 13.00 Uhr - Gespräch mit der Künstlergruppe Konsortium, im Kunstmuseum Mülheim a. d. Ruhr

Finissage
7. September 2014,15.00 Uhr - Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

Das weitere Begleitprogramm finden Sie auf den Internetseiten der einzelnen Ausstellungshäuser.
Hier können Sie den Programmflyer herunterladen.

 

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Andreas Gursky: Ruhr-Universität Bochum, 1988, C-Print, Kunstsammlungen der RUB/Moderne
(c) Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 

Weitere Informationen zur Ausstellung, den einzelnen Ausstellungshäuser sowie dem jeweiligen Begleitprogramm finden Sie unter:
URBANE KÜNSTE RUHR - www.urbanekuensteruhr.de
RUHR KUNST MUSEEN - www.ruhrkunstmuseen.com
Kunstsammlungen der RUB/Sammlung Moderne - www.kusa-rub-moderne.de
Skulpturenmuseum Glaskasten Marl - www.skulpturenmuseum-glaskasten-marl.de
Kunstmuseum Mülheim a. d. Ruhr - www.kunstmuseum-mh.de

 

Presseecho:
- Verlagsbeilage Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 13. April 2014 - Download PDF hier
- Artikel in monopol Rheinland (Autor: Tom Thelen) - Download PDF hier
- Deutschlandfunk: Corso-Gespräch mit Kurator Georg Elben, 24. Juni 2014 - Weblink hier
- WDR 3, "Mosaik", 23. Juni 2014 - Weblink hier
- WDR 5, "Scala", 23. Juni 2014 - Weblink hier
- Deutschlandfunk: Michaele Melián im Gespräch, 04.07.2014, Weblink hier
- Onlineaktikel auf KubaParis von Leonie Pfennig, Weblink hier

 

Ein Ausstellungsprojekt von:
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FÜHRUNGEN ZUR AUSSTELLUNG

 

Öffentliche Sonntagsführungen
zur Ausstellung "GESTERN DIE STADT VON MORGEN"
Beginn: jeweils 14.30 Uhr, Dauer ca. 30 Minuten, Teilnahme ist kostenlos, Treffpunkt: Eingangsbereich Campusmuseum.
Die Führungen werden von fortgeschrittenen Studierenden der Kunstgeschichte angeboten.

Termine:
Sonntag, 6. Juli 2014, 14.30 Uhr,
Sonntag, 13. Juli 2014, 14.30 Uhr,
Sonntag, 20. Juli 2014, 14.30 Uhr,
Sonntag, 3. August 2014, 14.30 Uhr,
Sonntag, 10. August 2014, 14.30 Uhr,
Sonntag, 17. August 2014, 14.30 Uhr,
Sonntag, 24. August 2014, 14.30 Uhr,
Sonntag, 31. August 2014, 14.30 Uhr,
Sonntag, 7.  September 2014, 14.30 Uhr


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Frauke Dannert: Höhle, 2014, Papiercollage, 47,7 x 33 cm,
Courtesy: Galerie Rupert Pfab, Düsseldorf


Individuelle Führungen:
Sie können individuelle Führungen zur Ausstellung "GESTERN DIE STADT VON MORGEN" in den Kunstsammlungen der RUB buchen. Weiterhin bieten wir Ihnen gerne auch Führungen zur Sammlung Moderne, zur Antikensammlung und zur Kunst am Bau an der RUB an.
Weitere Informationen und Buchungen bitte per E-Mail an kunstsammlungen-moderne@rub.de.

 

 

Egbert Trogemann: AUDIENCE

14. November 2013 - 25. Mai 2014
Campusmuseum

 

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Egbert Trogemann, Hart aber fair, Köln, 2006, C-Print, (c) Egbert Trogemann/VG Bild-Kunst, Bonn 2013

 

ERÖFFNUNG
Donnerstag, 14. November 2013, um 18 Uhr

Begrüßung und Einführung:
Prof. Dr. Valeska von Rosen - Geschäftsführende Leiterin des Kunsthistorischen Instituts
Dr. Friederike Wappler - Wissenschaftliche Leiterin, Kunstsammlungen der RUB/Sammlung Moderne

Der Künstler wird an diesem Abend anwesend sein.

 

Die Ausstellung „Egbert Trogemann: AUDIENCE“ ermöglicht Blicke auf und hinter die Kulissen von TV-Show-Produktionen. Egbert Trogemann hat in mehreren Ländern Momente kurz vor Beginn von Fernsehaufzeichnungen genutzt, um Studios und das dort anwesende Publikum zu fotografieren. Seine Serie „Audience“, die erstmals in einer monografischen Ausstellung präsentiert wird, zeigt, wie sich Ausstattung und Publikumseinsatz je nach Show-Formaten aber auch im Verlauf der Zeit oder an unterschiedlichen Orten voneinander unterscheiden. Für einige Talkshows reichen Stühle für Gäste, Moderatoren und Zuschauer, andere integrieren das Publikum in künstlich geschaffene Bühnenbilder.
Die Frage nach der Bedeutung und der Rolle des Publikums ist auch für Kunstmuseen von großer Aktualität. Dass der Tourismus die Museumsbesucher verwandelt hat, zeigen die Fotografien von Thomas Struth. Egbert Trogemann hält den Besuchern auf eine andere Weise den Spiegel vor Augen. Er zeigt, wie das Live-Publikum in Fernsehstudios für ein Massenpublikum in Szene gesetzt wird. Indem er die „Audiences“ als Teil eines Sets präsentiert, legt er gleichsam die Rahmenbedingungen offen, die die Wahrnehmung von Zuschauern formen. Seine Aufnahmen sind so ausgesprochen erhellend: Da er die normalisierten, durch das Fernsehen geprägten Vorstellungen von einer Show dekonstruiert, ermöglicht er ein über ein Wiedererkennen hinausweisendes Sehen, für das ein Kunstmuseum wiederum die besten Rahmenbedingungen bereitstellt.

 

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Egbert Trogemann, Die Quiz-Show, 2012, C-Print, (c) Egbert Trogemann/VG Bild-Kunst, Bonn 2013

 

Egbert Trogemann ist seit 1986 als Fotograf in Düsseldorf tätig. Er versteht sich als Chronist. Sein fotografischer Blick sucht nach Schauplätzen, an denen die Grenzen von Dokumentation und Fiktion verschwimmen. Seit 1997 ist er als Fotograf und Kameramann an künstlerischen Produktionen, u. a. von Danica Dakic , Sanja Ivekovic und Mischa Kuball beteiligt. 2007 war er offizieller künstlerischer Fotograf der documenta 12. Aufnahmen des Projekts „AUDIENCE“ wurden bereits in Ausstellungen in Sarajevo (1999), Rotterdam (2002), New York (2003), Burgdorf (2004), Ismaning (2004), Belgrad (2008) und Bremen (2013) gezeigt.

 

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Egbert Trogemann, Nur die Liebe zählt, 1999, C-Print, (c) Egbert Trogemann/VG Bild-Kunst, Bonn 2013

 

Zur Ausstellung erscheint bei Hatje Cantz die Publikation "AUDIENCE".
hrsg. v. Egbert Trogemann
mit Texten von Ulrike Haß, Bojana Pejic, Friederike Wappler, Roger Willemsen
Gestaltung: Maren von Stockhausen
2013. ca. 120 Seiten, ca. 100 Abb., ca. 35 Euro
ISBN 978-3-7757-3682-4  

 

Ausstellung und Publikation werden gefördert durch:

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