Künstlergespräch

»Hybride Räume. Spurensuche, Fiktionalisierung?
Über Nico Joana Webers künstlerische Arbeit«

Öffentliches gespräch zur Ausstellung
Nico Joana Weber
Transitional Regions

Mittwoch 19. Juli 2017, 18 Uhr
Museum unter Tage, Bochum-Weitmar

Dr. Friederike Wappler (Wiss. Leiterin Kunstsammlungen der RUB. Sammlung Moderne und Situation Kunst, Kuratorin der Ausstellung)
im Gespräch mit
Nico Joana Weber (Medienkünstlerin, Köln) und Dr. Angela Stercken (Autorin, Kuratorin und Kunstwissenschaftlerin,  Universität Duisburg-Essen)

Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung erforderlich

  Weitere Infos zur Ausstellung finden Sie hier

     

   

Informationen zu Anfahrt und Parkmöglichkeiten am Museum finden Sie unter:
http://kusa-rub-moderne.de/m402

Kunstvermittlungsprojekt

RuhrKunstNachbarn

Ein Vermittlungsprojekt der RuhrKunstMuseen
RuhrKunstNachbarn ist ein neues Kooperations- und Vermittlungsprojekt der RuhrKunstMuseen, gefördert durch die Stiftung Mercator.

 

RuhrKunstNachbarn - Museumsbesuch trifft urbanes Lernen

ab Juli 2017

An dem groß angelegten Projekt beteiligen sich 18 der 20 RuhrKunstMuseen, dabei bilden jeweils zwei Häuser eine Partnerschaft und bieten ein aufeinander aufbauendes Vermittlungskonzept mit Workshops zu einem gemeinsamen Thema.
RuhrKunstNachbarn ermöglicht eine intensive Begegnung mit Kunst und urbanem Raum über die Grenzen der Heimatstadt hinaus, um sowohl die kulturelle Vielfalt als auch die Diversität innerhalb der Region erfahrbar zu machen.

Weitere Infos finden Sie unter diesem Link!

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Aktuelle Ausstellung

Aufbruch nach 1945

Albert Schulze Vellinghausen und die Künstlergruppe »junger westen«

18. Mai – 1. Oktober 2017

 

Künstler suchten nach 1945 nach Wegen, um wieder an die historischen Avantgarden anzuknüpfen. Im Ruhrgebiet experimentierten Gustav Deppe, Emil Schumacher, Heinrich Siepmann, Hans Werdehausen, Thomas Grochowiak und Ernst Hermanns, Künstler der Gruppe „junger westen“, mit Formen gestisch-abstrakter und konkret-konstruktiver Kunst.

Dabei hat sie der Kunst-, Literatur- und Theaterkritiker, Buchhändler, Übersetzer und Privatsammler Albert Schulze Vellinghausen mit großem Engagement publizistisch begleitet und durch Ankäufe unterstützt. 1905 in Bochum-Werne geboren, war ASV, so das journalistische Kürzel des Publizisten, in besonderer Weise an der kulturellen Entwicklung des Ruhrgebiets interessiert und beteiligt. Sein Einsatz für den Aufbruch nach 1945 betraf insbesondere die Literatur, das Theater und die Bildende Kunst. Er setzte sich für den Anschluss an die Moderne ein und baute eine Kunstsammlung mit Werken der gestisch-abstrakten und konkret-konstruktiven Kunst auf, die auch Werke von Emil Schumacher, Thomas Grochowiak, Hans Werdehausen, Heinrich Siepmann und Fritz Winter enthält. 1967 vermachte er einen großen Teil seiner Sammlung der ersten Universität im Ruhrgebiet, der 1965 gegründeten Ruhr-Universität Bochum (RUB). Seine Sammlung ist bedeutender Grundstock der Moderne-Sammlung der Kunstsammlungen der RUB, die seit 1975 ihren Ort im Museum auf dem Campus der Universität hat. Die Ausstellung widmet sich der besonderen Beziehung des Kritikers und Sammlers zu der in Recklinghausen gegründeten Künstlergruppe.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen:
Ullrich, Ferdinand, Hans-Jürgen Schwalm: junger westen - Auf dem Weg zur Avantgarde, Kerber-Verlag, Dortmund 2017, 184 S., Hardcover, zahlreiche Textbeiträge
Er ist in Kürze zum Vorzugspreis von 20,- Euro im Museum erhältlich.

Zur Ausstellungsreihe »junger westen« der RuhrKunstMuseen findet am
23. Juni 2017 ab 14 Uhr ein Symposion in den Kunstsammlungen der RUB unter dem Titel »junger westen - revisited« statt.

Weitere Informationen zur Ausstellungsreihe der RuhrKunstMuseen erhalten Sie unter www.ruhrkunstmuseen.com.
Den Informationsflyer zur Ausstellung finden Sie hier.

 

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Hans Werdehausen, Zwei Formen, 1955
Kunstsammlungen der RUB. Sammlung Moderne

 

Ein Ausstellungsprojekt der

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Aktuelle Ausstellung

Nico Joana Weber

Transitional Regions

4. Mai – 27. August 2017

Eine Ausstellung der Kunstsammlungen der RUB im Museum unter Tage,
Bochum-Weitmar

Am 4. Mai 2017 um 18 Uhr wird die Ausstellung
»Nico Joana Weber. Transitional Regions«
im Museum unter Tage (Situation Kunst) in Bochum-Weitmar eröffnet.

Es spricht:
Dr. Friederike Wappler, Wiss. Leiterin Kunstsammlungen der RUB. Sammlung Moderne und Situation Kunst

Die Künstlerin ist anwesend.

Zur Ausstellung:

Nico Joana Weber thematisiert in ihren Videoarbeiten, Fotografien und Installationen von moderner Architektur, landschaftlichen Eingriffen und Rationalität geprägte Regionen. Sie beobachtet, wie sich die Grenzen zwischen Innen und Außen, von Menschen gebauter und geplanter Wirklichkeit und ihrer Umgebung ständig verschieben

 Sujets ihrer Arbeiten sind Ikonen der Moderne wie beispielsweise von Le Corbusier und Oscar Niemeyer in Südamerika errichtete Bauten. Sie hat die erste Campusuniversität in Deutschland, die Ruhr-Universität Bochum, filmisch reflektiert und die Wüste New Mexicos, wo 1945 erste Atomwaffentests durchgeführt wurden, in Videos und Fotografien ins Bild gesetzt. Mit ruhigen Einstellungen registriert sie subtile Veränderungen, die sich in länger währenden Zeiträumen ereignen und richtet den Blick auf Prozesse ständiger Neuordnungen.

 Die Ausstellung führt von der Ruhr-Universität Bochum in die Tropen Südamerikas. Ist im Ruhrgebiet das in der Region gefundene Mineral Markasit Anlass für eine Videoarbeit und Metapher des ständigen Wandels, so zeigen ihre Videos und Fotografien aus Südamerika, wie im tropischen Klima die Grenzziehungen zwischen Architektur und der wuchernden Natur im Dschungel fließend werden. In ihrer Videoinstallation Land of Enchantment und der fotografischen Serie Painted Desert, die Nico Joana Weber im Südwesten der USA aufgenommen hat, verdichten sich weit auseinander liegende Zeiten und Ereignisse: die scheinbar zeitlose Wüstenlandschaft New Mexicos, Felsritzungen, die an die erste Bevölkerung der Region erinnern, und Orte, die von technologischen Experimenten, der Raumfahrt und der ersten Atombombenzündung zeugen. 

 Ihre Herangehensweise ist nicht dokumentarisch; vielmehr arbeitet sie aus der Begegnung mit konkreten Orten spezifische visuelle Strategien heraus. Ihre Bilder und Filmsequenzen verschränkt sie in einer künstlerisch reflektierten Bildsprache, so dass die sich wandelnden, von der Moderne geprägten Regionen in einer Weise anschaulich werden, die Alejo Carpentier mit dem Begriff des „wunderbar Wirklichen“ beschrieben hat.

 Weitere Informationen zur Künstlerin: www.nicojoanaweber.com

 

Ausstellungsort:
Museum unter Tage
Im Parkgelände von Haus Weitmar
Schlossstr. 98
44795 Bochum

 

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Nico Joana Weber, Film Still, Markasit (2014), HDV, 26:39 min

 

Die Ausstellung wird gefördert durch:

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Verein Situation Kunst. Haus Weitmar

 

 

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